Chancenmarkt im Kultur-Café

Chancenmarkt im Kultur-Café bringt Betriebe und Arbeitssuchende zusammen

Erstmals war Kehl am Freitagvormittag von 9 bis 12 Uhr Ausrichtungsort des inzwischen fünften Chancenmarkts von Jobcenter und Arbeitsagentur. Bereits kurz vor 9 Uhr drängten sich die ersten Interessierten vor der Eingangstür ins Kultur-Café. Sie alle waren gekommen, um die namensgebende Chance auf einen Arbeits-, Ausbildungs- oder Praktikumsplatz zu nutzen.

Ein Mitarbeiter eines Speditionsunternehmens spricht mit Arbeitssuchenden, eine Dolmetscherin vermittelt.
Der Chancenmarkt im Kultur-Café gibt Arbeitssuchenden die Möglichkeit, mit Betrieben direkt ins Gespräch zu kommen. Die Wirtschaftsförderung unterstützt das Projekt.

An neun Stehtischen präsentierten sich Arbeitgeber aus Kehl, darunter Firmen aus den Bereichen Spedition und Logistik, Lebensmittelverarbeitung, Pflege und Industrie. Bei der Auswahl wurde ein gesondertes Augenmerk darauf gelegt, Betriebe einzuladen, die sich im Stadtzentrum, Sundheim und dem Hafen befinden. Rund 400 Kundinnen und Kunden haben Jobcenter und Arbeitsagentur zum Chancenmarkt im Kultur-Café eingeladen – und zwar nicht alle auf 9 Uhr, sondern so, dass sich die Interessierten im halbstündigen Takt über den Vormitttag verteilen. Bereits zum Auftakt finden sich rund 40 Männer und Frauen im Kulturhaus ein. Eine gute Rücklaufquote, auch unter dem Gesichtspunkt, dass die Einladungen freiwillig sind, findet Denise Klotz, Sachgebietsleiterin Arbeitsförderung beim Ortenauer Jobcenter. Unter den Arbeitssuchenden ist auch Vadim Kiorrsku. Er interessiert sich speziell für eine Ausbildung im medizinischen Bereich und schlendert neugierig von Infostand zu Infostand. „Der Chancenmarkt ist eine gute Möglichkeit für Menschen, denen es schwerfällt, allein auf Jobsuche zu gehen“, lobt er die Veranstaltung. Auch Kehls neuer Wirtschaftsförderer Christoph Hodapp zeigte sich vom Chancenmarkt begeistert. Die Wirtschaftsförderung unterstützt das Angebot und hat die Räumlichkeiten im Kulturhaus vermittelt. Der erste Eindruck fällt bei den Beteiligten positiv aus. Wie die Chancen stehen, dass in Kehl erneut ein Chancenmarkt ausgerichtet wird, dazu sollen im Nachgang die beteiligten Unternehmen befragt werden.