Sole statt Salz: mit Prävention durch den Winter

Ab 4 Uhr morgens rücken im Winter die Mitarbeiter des städtischen Betriebshofs aus, um bei Schneefall oder Glätte für sichere Straßenverhältnisse zu sorgen – zumindest bei starkem Schneefall oder bei Temperaturen unter fünf Grad Celsius. Immer häufiger können die Einsatzfahrten in den frühen Morgenstunden allerdings durch das präventive Sprühen von Salzsole am späten Nachmittag ersetzt werden: Das bedeutet nicht nur eine Entlastung für die Betriebshofmitarbeiter und ist umweltfreundlicher und kostengünstiger als herkömmliche Streumethoden, auch die Kehler Auto- und Radfahrer können sich bereits in der Nacht über eine eisfreie Fahrbahn freuen.

Starke Schneefälle oder extrem kalte Temperaturen seien in der Region um Kehl eher die Ausnahme, weiß Betriebshof-Leiter Peter Grün. Stattdessen komme es häufiger zu Reifglätte, die besonders für Autofahrer gefährlich sei. Darum eigne sich der im vergangenen Jahr angeschaffte „Ice Fighter“ perfekt für den Winterdienst. Denn der Kleintraktor versprüht sogenannte Salzsole – ein Gemisch aus Salz und Wasser – das direkt an der Fahrbahn haftet und verhindert, dass sich Eis oder Raureif bilden. Und genau das ist der große Vorteil im Vergleich zu anderen Streumethoden: Denn für gewöhnlich wird Sole – in Kombination mit Streusalz – erst in den frühen Morgenstunden auf die Fahrbahn aufgetragen, wenn die Böden bereits glatt sind. Mit dem Ice Fighter können die Betriebshofmitarbeiter allerdings schon vor Einbruch der Dunkelheit losfahren und kritische Bereiche wie Kreisverkehre, Radwege und Brücken präventiv besprühen, wenn für die Nacht niedrige Temperaturen vorhergesagt werden. Das entlastet die Straßenwärter am Morgen, zum Teil müssen sie auch gar nicht mehr streuen.

Ice Fighter im Einsatz: Ausgerüstet mit einem 600-Liter-Tank mit Salzsole fährt der Kleintraktor zu kritischen Stellen im Kehler Stadtgebiet, um Glätte vorzubeugen.zoom

Gleichzeitig hat der Ice Fighter einen weiteren, entscheidenden Vorteil: Denn pro Quadratmeter versprüht er nur etwa 15 Milliliter Salzsole – also weniger als die Hälfte von dem, was die üblichen Streumaschinen verbrauchen – was ihn nicht nur wirtschaftlicher sondern auch umweltfreundlicher macht. Neben den Ersparnissen hat der Einsatz der reinen Salzsole weitere positive Aspekte: Die Haftwirkung der Sole an der Fahrbahn verhindert, dass das Streumittel durch den Fahrtwind der Autos verweht wird, wie dies beim Streusalz manchmal der Fall ist. So werden den Autofahrern zusätzlich lästige Kratzer im Lack erspart, die durch herumfliegende Salzkörner entstehen können.
Da es sich aufgrund der milden Winter lohnt, künftig beim Winterdienst verstärkt auf den präventiven Einsatz von Salzsole zu setzen, hat der Betriebshof bereits ein weiteres Fahrzeug bestellt, mit dem die Straßenwärter ab dem Winter 2018/2019 die Straßen von Eis und Schnee frei halten können.
Die Salzsole ist jedoch kein Allzweckmittel: Sinkt die Temperatur doch einmal unter minus fünf Grad Celsius, wirkt das Gemisch nicht mehr – dann muss wieder auf das herkömmliche Salz zurückgegriffen werden. Das Gleiche gilt bei starkem Regen- oder Schneefall, der die Sole von der Fahrbahn spült, sodass sie ihre Wirkung nicht entfalten kann.

Geringe Mengen der Salz-Wasser-Mischung reichen schon aus, damit Eis und Raureif sich nicht bilden. Über Düsen werden sie auf Wege und Fahrbahnen aufgetragen.zoom

Mit etwa 600 Tonnen eingelagertem Streusalz und zehn frisch gewarteten Winterdienstfahrzeugen und -geräten ist der Betriebshof auch für diese Situationen bestens gewappnet. Die 26 in Rufbereitschaft stehenden Betriebshofmitarbeiter rücken dann nach den Vorgaben eines Stufenplans aus, der den Straßen und Wegen im Stadtgebiet unterschiedliche Prioritäten zuordnet: Zunächst wird auf den Hauptverkehrsstraßen, Busstrecken, Krankenhauszufahrten, Kreisverkehren und Radwegen gestreut. Im Anschluss werden weitere wichtige Erschließungsstraßen geräumt. Ziel ist es, dass diese Bereiche bis zum Einsetzen des Berufsverkehrs um sieben Uhr von Schnee und Eis befreit sind. „Wohn- und Nebenstraßen werden nur in Ausnahmefällen, wie beispielsweise bei extremem Glatteis, fahrtauglich gemacht“, erklärt Peter Grün. Dort sei bei einer angepassten Fahrweise und der entsprechenden Winterausrüstung auch ohne Räum- und Streumaßnahmen ein sicherer Verkehr möglich. Die entsprechenden Winterdienstpläne kann jeder im Internet unter www.kehl.de/winterdienst einsehen. Damit die breiten Räumfahrzeuge ungehindert durch die in den Winterdienstplänen genannten Straßen kommen, sollten Anwohner ihre Autos dort, wenn möglich, nicht parken, betont Betriebshof-Leiter Peter Grün. „Wenn das nicht möglich ist, sollte zumindest nur einseitig geparkt werden, damit unsere Fahrzeuge durchkommen“, ergänzt er.
Nicht zuständig ist der Betriebshof für Gehwege und Zugänge zur Fahrbahn. Diese müssen die Anwohner selbst von Schnee und Glätte befreien: Nach der Räum- und Streupflichtsatzung der Stadt Kehl, die ebenfalls unter www.kehl.de/winterdienst nachzulesen ist, haben Anwohner dafür zu sorgen, dass solche Bereiche werktags bis 7 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen bis 8 Uhr geräumt und gestreut sind. Diese Pflicht der Bürgerinnen und Bürger endet um 21 Uhr.

01.12.2017

 

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