Firma Zollikofer präsentiert Benebelungsanlage zur Staubminderung

Beim Unternehmerfrühstück in Auenheim, zu dem Oberbürgermeister Toni Vetrano und Wirtschaftsförderin Fiona Härtel regelmäßig einladen, hatten sich Firmenvertreter wiederholt über ihn beschwert: den Staub, den manche Betriebe durch Lagerung und Verarbeitung bestimmter Stoffe im Gewerbegebiet verursachen. Um die Staubbelastung zu reduzieren, hat die Holzrecyclingfirma Zollikofer in eine Benebelungsanlage investiert. Von deren Funktionsweise haben sich am Montag Wirtschaftsförderin Fiona Härtel, die städtische Umweltreferentin Ann-Margret Amui-Vedel, Vertreter des Regierungspräsidiums und des Ortschaftsrates Auenheim sowie Ortsvorsteherin Sanja Tömmes ein Bild gemacht.

Wenn er im Sommer das Fenster öffne, überziehe sich der Schreibtisch sehr schnell mit kleinen Staubpartikeln, auch das weiße Hemd sei nach kurzer Zeit eingestaubt, hatte ein Auenheimer Unternehmer bei den vergangenen Treffen geklagt – und andere Firmenvertreter hatten ihm beigepflichtet. Die Fenster müssten vierteljährlich gereinigt werden, die Regenrinnen zweimal pro Jahr, weil sie sonst verstopften, hieß es. Der Grund für die hohe Staubbelastung der Luft sind Verwehungen, beispielsweise von Holz oder Kompostmaterial, das auf den Flächen mancher Unternehmen im Industriegebiet gelagert und verarbeitet wird. Um Abhilfe zu schaffen, hat die Firma Zollikofer, die im Bereich Holzaufarbeitung und -lagerung tätig ist, Anfang des Jahres eine große Benebelungsanalage mit vier Wasserkanonen in ihre Recyclinganlage eingebaut. „Wir haben einen sechsstelligen Betrag investiert, um die Staubmenge zu reduzieren“, erklärte Betriebsleiter Hans-Bert Eichelberger den Besucherinnen und Besuchern am Montag auf dem Firmengrundstück. „Jetzt versprühen die Wasserkanonen durch jeweils neun Düsen feine Wasserperlen, die den Staub einschließen und mit ihm zu Boden fallen.“ Auch bei den Be- und Entladevorgängen werde Wasser eingesetzt. Die Staubminderung gelinge damit sehr gut, nur bei stärkerem Wind komme es noch zu Verwehungen. „Bei Sturm stellen wir die Produktion aber ohnehin ein“, ergänzte der Betriebsleiter.

Bei allen Be- und Entladevorgängen der Firma Zollikofer kommt Wassernebel zum Einsatz, der den Staub bindet. zoom

Sebastian Herbst vom Regierungspräsidium Freiburg, seit 2015 zuständige Aufsichtsbehörde, begrüßte die Investition „als wichtigen, guten, ersten Schritt“ ausdrücklich: „Im Vergleich zum vorherigen Status ist die Situation deutlichst verbessert worden.“ Heinrich Stiefel, Mitglied im Auenheimer Ortschaftsrat merkte an, dass auch seit Inbetriebnahme der Anlage durchaus noch Staub verweht werde. Dies habe er kürzlich beim Dreschen eines benachbarten Feldes feststellen müssen. „Komplett staubfrei wird es leider nicht werden, solange wir im Freien arbeiten“, räumte Hans-Bert Eichelberger ein, „das ist einfach nicht machbar“. Wirtschaftsförderin Fiona Härtel und Ortsvorsteherin Sanja Tömmes bedankten sich für die Anstrengungen des Unternehmens, eine Verminderung der Staubbelastung zu erzielen, ebenso wie für die Einladung, sich die Anlage im laufenden Betrieb ansehen zu dürfen. Beim nächsten Unternehmerfrühstück werde sie das Thema wieder ansprechen, kündigte Fiona Härtel an. Sie hoffe, dass die anderen Firmenvertreter eine Verbesserung feststellten.

Ist die Recyclinganlage der Firma Zollikofer in Betrieb, so laufen seit Februar auch vier Wasserkanonen, welche die Staubverwehungen eindämmen sollen. zoom

13.07.2017

 

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